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Der TIP schreibt im April 2001:
Typ Beratung
Warum lerne ich niemanden kennen? Die Frau, die Männern bei einem Abendessen sagt, wie sie auf
Frauen wirken, ist stadtbekannt. Jetzt gibt es auch ein Pendant dazu: Einen Mann, der Frauen
erzählt, wie sie auf Männer wirken. Stephan Bissart, ausgebildeter Körpertherapeut, hat bereits
viele Frauen beraten. Vor allem Single-Frauen sind sich nicht so sicher, wie sie auf Männer
wirken und weshalb sie nicht den Richtigen finden. Bissart sagt ihnen ohne Schonung, wie er sie
wahrnimmt. Das sind nicht unbedingt Komplimente, sondern heilsame Wahrheiten. Die Beratung auf
einer roten Couch und bei gedämpftem Licht dauert zunächst eine Stunde und nennt sich
„SpiegelHerz“. Das genügt manchen Frauen. Manchmal braucht es aber auch mehr Zeit, um die
Verstrickungen der Liebe zu lösen. Dann bietet er Therapie an oder erstellt ein Horoskop – je
nach Bedarf. Beratungen gibt es für Frauen und Männer beim SpiegelHerz-Team.
Der Spiegel schreibt im April, 2001:
Partnervermittlung
Versteckte Ängste
Der Berliner Körpertherapeut Stephan Bissart, über „SpiegelHerz“, seine Beratung für
Single-Frauen.
Spiegel: Herr Bissart, Sie klären Frauen über ihre Wirkung auf Männer auf, Ihre zwei Kolleginnen
beraten Männer. Was sagen Sie einer Frau, die sich für nicht attraktiv hält?
Bissart: Dass Attraktivität keine Frage von Hübschheit ist, sondern ob ich mit meiner
Persönlichkeit im Reinen bin. Statt am Image zu arbeiten, sollte man sein authentisches
Auftreten überprüfen und Ängste besiegen. In einer Beziehung zeigt sich ja alles.
Spiegel: Auf welche Schwächen als Beziehungskiller treffen Sie?
Bissart: Hinter der Sehnsucht nach einem Mann steckt oft das kindliche Verlangen nach einer
festen Bezugsperson oder auch die Angst davor, diese zu verlieren. Ist nun diese versteckte
Angst die Triebfeder, kann die Beziehung nicht gedeihen, weil sie den anderen einengt.
Zweisamkeit ist ja wie ein Spiegelbild der Persönlichkeit und der Austragungsort für Schwächen
schlechthin.
Spiegel: Wer kommt zu Ihnen?
Bissart: Frauen Ende 30, die einige Beziehungen hinter sich haben und sich fragen, woran es
liegt, dass die zu Ende gegangen sind. Oder solche, die schon lang suchen, bei denen das Gefühl
der Verschmähtheit dominant ist.
Spiegel: Ist es für einen Mann nicht schwerer, Frauen zu beraten?
Bissart: Nein, die Konstellation ist sogar wirkungsvoller. Der Frau bietet sich auf diese Weise
die Gelegenheit, sich von einem Mann spiegeln zu lassen. Damit sind wir im Beratungsgespräch
schon eine Variante des Mann-Frau-Themas..
An dieser Stelle kann ich nicht umhin, zu erwähnen, das dies Interview mit dem Spiegel zwar
stattfand, aber so wie es gedruckt wurde, zu 90% vom Spiegel frei erfunden wurde! Bis auf die
letzte Frage und die letzte Antwort ist alles stark aus dem Zusammenhang gerissen worden.
-Auftreten überprüfen – Ängste besiegen – Beziehungskiller – Austragungsort für Schwächen
schlechthin – Frauen Ende 30 – Gefühl der Verschmähtheit… Diese Worte und Redewendungen sind nie
gefallen. Schade Spiegel, da hätte ich auch mit der Bild-Zeitung sprechen können. -Stephan
Bissart
Aber auch der Focus war bei der Wiedergabe des Interviews etwas erfinderisch.
Der Focus schreibt im März 2002:
„Flirt-Tricks sind banal“
Stephan Bissart kennt die typischen Fehler, die Singles auf der Partnersuche begehen.
Focus: Warum klappt es bei vielen Singles nicht mit der großen Liebe?
Bissart: Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen. Manche, die schon länger erfolglos nach einem
Partner suchen, setzen sich zu stark unter Druck. Dieser Zwang führt schließlich zur
Verkrampfung, was jeder potentielle Interessent erkennt und was die meisten abstößt. Frauen
überspielen Unsicherheit dann häufig mit ständigem Gekicher. Schüchterne oder ängstliche Männer
spielen gerne den großen Zampano. Solche Menschen wirken nicht echt, sondern lächerlich und
unattraktiv. Viele Singles suchen in ihrer Außenwelt etwas, was sie nur in ihrem Inneren finden
können.
Focus: Wie helfen sie ihnen?
Bissart: Unsere Klienten sollen sich selbst und ihre Motive kennen lernen. Sie erfahren in
unserer Beratung, welche Muster ablaufen und warum sie immer wieder in die gleichen Fallen
tappen. Meist beginnen wir mit der Analyse der Körpersprache, denn viele haben keine Ahnung, wie
sie wirken und welche Signale sie aussenden. Die meisten sind ziemlich überrascht, teilweise
auch erschrocken, weil sie sich so nie gesehen haben, und sie haben keine Ahnung, dass man die
wahre Wirkung letztlich nicht verbergen kann.
Focus: Manche Menschen verlieben sich immer wieder in den Falschen, obwohl sie wissen, dass sie
nach drei Monaten an Liebeskummer leiden werden. Ist denen noch zu helfen?
Bissart: Manchmal scheinen sich wirklich die Neurosen ineinander zu verlieben. Jeder kennt diese
Fälle, dass sich eine Frau zum Beispiel immer wieder in den John Wayne-Typ verliebt oder er sich
in das „süße Mäuschen“. Und beide wissen aus früheren Erfahrungen, dass es nichts Dauerhaftes
werden wird. Um die Aneinanderreihung solcher Irrtümer zu vermeiden, müssen diese Menschen
erkennen, dass sie nicht toll für zwei oder schwach für zwei sein sollen, sondern nur sie
selbst. Geht die Beziehung schief, hilft es auch nicht dem anderen die Schuld zuzuschieben. Fast
alle Konflikte lassen sich auf die eigene Person zurückführen, deshalb muss man die Gründe und
Ursachen für solche Standards herausfinden.
Focus: Lernen die Kunden auch garantiert wirkende Flirt-Tricks?
Bissart: Nein, das ist banal und irreführend. Wir wollen Mut machen die eigene Schönheit zu
erkennen. Keine Anmache hilft, wenn die Person nicht echt wirkt. Wer eine positive Ausstrahlung
hat, kann auf coole Sprüche verzichten.
Im Auftrag der Liebe
Das Team von SpiegelHerz berät in Beziehungsfragen.
Das Magazin SEIN hat im Mai 2003 folgenden Artikel gedruckt:
BeziehungsWeise
Cupido spannt den Bogen
In den letzten 40 Jahren haben Frauen und Männer versucht, „aufeinander zuzugehen, sich
nacheinander zu richten, sich anzugleichen, voneinander zu lernen, die Rollen zu tauschen oder
loszuwerden, an freie Liebe zu glauben, um dann bald wieder kein Sex vor der Ehe zu wollen,
Kompromisse zu finden, Bücher zu lesen, und vor allem endlos alle Unsicherheiten zu bereden und
zu zerreden“. Weil das Greifen nach straffen Konzepten, Idealen und modernen Beziehungsformen in
Starre und Beziehungsvermeidung führt, gibt es neuere Arbeitsweisen für Paare und
Beziehungswillige, die wieder polarisieren, also die Essenz von Mann und Frau unterstützen, denn
es braucht zwei solide Ufer, um eine Brücke zu bauen.
Seltsam, dass wir für den Bereich, der uns Menschen am wichtigsten ist, keine „Übe-Phase“
kreieren, in der wir Erfahrungen sammeln können, die uns die innere Sicherheit geben, die wir
brauchen, um in der gespannt-spannenden Identität unserer Weiblichkeit/Männlichkeit zu
verweilen, anstatt sie zu entschärfen. Strahlende, weibliche Energie und gerichtetes, männliches
Bewusstsein sind zwei Pole, die sich nicht dadurch besser verstehen, dass man sie entpolarisiert
oder gleichmacht. Weibliche und männliche Energie sind ein Gegensatzpaar, deren Beziehung
zueinander verdirbt, wenn ein Pol den anderen unterdrückt oder wenn man seinen
weiblichen/männlichen Wesenskern verlässt, um in Kompromissen zu leben.
Was so aussieht, als würde man sich arrangieren, bedeutet meist den Verlust des
spannungsgeladenen männlichen oder weiblichen Pols. Bedingungslose Liebe erfreut sich am anderen
und versucht nicht, ihn sich gleich zu machen.
Liebe ist blind
Was Beziehung, Liebe und Eros angeht, richten wir uns sehr nach der heutigen modernen Moral,
deren Regeln („sei soundso, tue dieses oder lasse jenes…“) aus dem Bedürfnis herrühren, den
unverständlichen Partner zu kontrollieren, um eine Sicherheit zu erlangen, die uns bald
langweilt und Eros verdirbt. Beziehungsideale und Vorstellungen vom Glück stehen uns oft im Weg.
Ein Beispiel: Mal angenommen, man idealisiert „harmonische Beziehungen“ und glaubt eine
Beziehung sei „gut“ oder „funktioniert“ nur, wenn sie harmonisch ist. Wir wollen dann Konflikte
bereinigen, entspannt miteinander umgehen oder wir reden mal drüber, wollen aber bloß keinen
Ärger haben. Klingt alles prima. Aber es bleiben (gut gemeinte) Konzepte, die den Umgang regeln,
um die Tatsache zu umgehen, dass der Lauf der Liebe und Triebe nicht berechenbar ist, dass
Anziehung und Abstoßung da erscheinen, wo sie erscheinen und nicht nur dort, wo unsere
Anschauungen sie erlauben.
Es ist unvermeidlich, dass das Weibliche einen Mann anzieht
Mit Hilfe von Eheringen oder Treuegelöbnissen kann man zwar versuchen, die immer wirkende
Spannung zwischen Mann und Frau in eine vereinbarte, rigide Form zu zwängen, aber mit der Liebe
zur Wahrheit, von der bei der Hochzeitszeremonie noch die Rede war, hat das nichts zu tun.
Die Wahrheit ist, dass es knistert, wenn ein Mann mit einer attraktiven Frau im Fahrstuhl steht.
Die Wahrheit ist, was Du in diesem Moment wirklich fühlst, was du wirklich denkst. Deine Hormone
und Gefühle passen sich nicht automatisch an Konstrukte wie Ehe, Beziehung und Moral an. Die
Wahrheit ist vielleicht, dass sich eine Hippi-Frau ganz unerwartet von einem Polizeibeamten
angezogen fühlt, was vielleicht ihr Ego nicht erlauben und ihr Verstand nicht zugeben würde. Wie
geht diese Frau damit um? Wird der Mann im Fahrstuhl die Luft anhalten, bis die Situation vorbei
ist? Soll ich ins Kloster oder mich jetzt auf jede/n einlassen, der/die mich anzieht? Die
Wahrheit ist weder monogam, noch polygam, sondern dass wir noch sehr scheu sind, zu unserer
Wahrheit, wie auch immer sie in einem Moment erscheint, zu stehen. Harmonie kommt nicht durch
das Verleugnen der Konflikte.
Das Dilemma ist nicht, dass wir auf diese Fragen keine Antwort kennen, sondern dass wir
versuchen, einen Bereich zu konstruieren und zu regeln, der sich nur durch das Offenbaren
unserer Wahrheit klärt. Schon immer hat das kleine Ich (das Ego) versucht den Lauf der Liebe –
in geistiger oder körperlicher Form – zu lenken, regeln oder zu verbieten.
Ist es nicht lieblos, uns mehr nach Beziehungsidealen zu richten, als mit unseren Gefühlen und
Impulsen umzugehen.
Fühlendes Gewahrsein und „Unvorherseibarkeit“
Wäre es nicht schön, wir könnten lernen und sogar fühlend Erfahrungen machen, dass das Ideal
„harmonische Beziehung“ öde wird, weil wir eine Spannung entspannt haben, die zu unserer dualen
Natur gehört. Ohne + und – Pole keine Spannung, ohne Spannung kein Strom. Vielleicht scheint es
im Alltag einfacher, sich als Frau hinter Kontrolle und Reserviertheit zu verbergen oder sich
als Mann harmlos zu geben. Wenn Eros nicht da lebendig sein darf, wo er nun einmal lebt, ist es
kein Wunder, dass Eros auch in unseren Beziehungen nicht lebendig bleibt. Würde eine liebevolle
Haltung nicht lieber lernen wollen, sich in der Spannung zu entspannen, als die Spannung zu
entspannen?
SpiegelHerz
Der Kern der Arbeit in SpiegelHerz-Gruppen und Einzelsitzungen ist, sich aus fühlender
Gewahrsamkeit auf sich und andere zu beziehen. Erlernte Methoden und Instrumente stehen zur
Verfügung, jedoch aus Respekt vor Individualität nicht im Vordergrund der Arbeit. Wir geben
Raum, in dem das energetische Anliegen der Seele hervortritt, sich verkörpern und inszenieren
kann. Bewusstseinsarbeit mit dem Energiekörper, heilsame Paar- und Einzelarbeit, Humor und
Kontakt sind wesendlicher Teil der Gruppenseminare, deren Verlauf sich unvorhersehbar, an dem
orientiert, was ist. (Kontakt-Kunst)
Intensiv-Seminar: „Gespannt, BeziehungsWeise, in fühlender Gewahrsamkeit“
Die NRZ schreibt im Juni 2005:
„Liebe ist nicht planbar“
Interview / Psychotherapeut Stephan Bissart rät Singles, bei der Partnersuche ehrlich
aufzutreten, denn es geht nicht um eine schöne Fassade.
NRZ: Warum finden viele Singles nicht den richtigen Partner?
Bissart: Viele haben Angst vor Zurückweiseung und Schmerz. Denn wenn man sich verliebt, öffnet
man sich, man wird verletzlich. Manchmal stehen Menschen sich auch selbst im Weg, wenn sie sich
genaue Vorgaben machen, wie ihr Wunschpartner aussehen soll, was er für ein Sternzeichen haben
muss oder wie alt er sein soll. Singles scheitern oft auch bei der Partnersuche, weil sie sich
selbst nicht lieben, wie sie sind.
NRZ: Was raten sie Singles?
Bissart: Sie sollten ehrlich sein und dem vertrauen, was in ihnen liegt. Wenn sie versuchen
etwas Bestimmtes nicht zu tun, weil sie Angst haben, dann abgelehnt zu werden, wirken sie
verkrampft. Es geht nicht um tolle Signale oder eine schöne Fassade, das wirkt hohl. In einer
Beziehung fliegt das ohnehin ganz schnell auf.
NRZ: Was machen Frauen oder Männer falsch, die vier, fünf gescheiterte Partnerschaften hinter
sich haben?
Bissart: Die meisten Menschen, die mehrere Beziehungen hatten, entdecken irgendwann einen roten
Faden darin.Zum Beispiel gibt es Frauen, die immer an „böse“ Typen geraten, die ihnen weh tun.
Irgendwann stellen sich diese Frauen die frage: Warum ist das so? Wie wirke ich eigendlich auf
Männer? Diese Selbsterkenntnis, die sie in einer Therapie erlangen können, ist sehr wichtig.
NRZ: Man weiß also nur dann, welcher Partner zu einem passt, wenn man selbst weiß was für ein
Mensch man ist?
Bissart: Da ist etwas Wahres dran, doch auf der anderen Seite ist das Sich-Selbst-Kennenlernen
ja niemals zu Ende. Und schließlich ist die Liebe nicht planbar.
Das SEIN Magazin schreibt im Oktober 2012:
Willst du voll werden, sei ruhig leer
Erfüllung – oder die Fülle des Lebens – nimmt so viele Gestalten an wie es Menschen gibt. Doch
für viele bleibt Erfüllung ein Traum von der Zukunft, in dem wir an verschiedenen Bedingungen
festhalten, unter denen sich Erfüllung einstellen sollte. Dann sind wir von ihnen abhängig, bis
sich unsere Konditionen verändert haben – das kann schon mal ein Leben lang dauern – ein Irrweg.
Unsere Be-Ding-ungen beziehen sich auf Dinge im Außen. Unsere Konditionen hängen
von unserer Konditionierung ab.
Erfüllung ist nicht auf der Ebene zu finden, auf der Du Dir etwas hinzufügen kannst. Hängst Du
Dich an eine Fülle von Dingen / Umständen / Bedingungen, auf die Du hoffst, wirst Du ernst,
dicht, eng, schwer, zwanghaft, ängstlich… Dein Bewusstsein zieht kleine Kreise, denn Du
identifizierst Dich mit Gedanken, die wie in Umlaufbahnen um ihre Objekte (Themen) kreisen -
„Seelische Schwerkraft“. Das Bewusstsein hat den weiten Raum hinter den Dingen vergessen.
Fülle findet sich in der Leere. Im Freiraum, in der Leere des Nichtwissens, kann sich
Bewusstheit ausdehnen. Die Leere ist leicht. Sie fällt uns nur deshalb schwer, weil wir in einer
Leistungs- und „Hinzufügegesellschaft“ aufgewachsen sind, die uns seit der Kindheit auf das
Erreichen von Dingen und Zielen (Wissen, Geld, Erfolg, Ruhm…) konditioniert hat. So nehmen wir
Leere zunächst nur als eine Situation des Mangels oder der Langeweile wahr, in der wir uns
zunächst scheinbar wertlos fühlen.
Langeweile ist dabei eine Schlüsselstelle. Die meisten Menschen erfahren Langeweile nicht
wirklich. Kinder quengeln, damit Eltern ihnen vorschlagen, was man doch alles machen kann, um
Langeweile nicht zu fühlen. Erwachsene lenken sich ab. Aber wer verweilt fühlend in Langeweile?
Wer „durchquert“ diese „Wüste“? Wenn ein Kind quängelt: „mir ist langweilig“, hörst Du dann
Eltern antworten: „Langweilig, tatsächlich? Gut, und wie fühlt sich das an? Unsere Gesellschaft
hat überall da, wo wir uns langweilen könnten, vorsorglich Ablenkung installiert: TV in der
U-Bahn, Zeitungen im Wartezimmer, und an der Supermarktkasse kann man sich Suchtstoffe
hinzufügen: Zigaretten und Alkohol für Erwachsene, Süßigkeiten für Kinder. Es ist kein Zufall,
dass diese Drogen genau da platziert sind, denn Langeweile ist die Schnittstelle an, der wir
zwischen „Außenreiz-Erhöhung“ oder „Innenraum- Sensibilisierung“ wählen könnten, wenn wir
bewusst genug sind, um nicht automatisch den Weg des Ausweichens, der Ablenkung zu wählen.
Langeweile erscheint uns öde, solange wir uns noch nicht auf sie eingelassen haben. In der
Abwesenheit von unterhaltsamen Reizen, hören wir genau den „Inneren Sound“ lauter, den wir mit
Außenreizen überdeckt haben. Leere füllt sich zunächst mit den noch ungehörten inneren Stimmen
und Gefühlen, die gehört /gefühlt werden wollen. Es mag zunächst unangenehm erscheinen, doch das
was da kommt, gehört zu Dir und es kann sich integrieren /erlösen, wenn Du es nicht mehr
bekämpfst. Insofern haben wir den freien Willen, uns so lange es geht abzulenken, doch weil Du
bist, wie Du bist, wirst Du Dir irgendwann begegnen. Nimm zu Dir, was in Dir erscheint, denn es
wird Dich ganz werden lassen.
Erfüllung, eine liebevolle und grundsätzlich frohe Haltung Deinem Leben gegenüber, lässt sich
auf der Ebene des äußeren Hinzufügens nicht erreichen oder leisten. Leer sein, meint frei sein
von Bedingungen. Das Wesen der Liebe ist bedingungslos. Erreichen lassen sich nur Dinge, und das
damit scheinbar verbundene Glück ist nicht von Dauer. Selbst ein begehrter Partner wird nerven,
wenn Du Dein Glück von seiner /ihrer Liebe abhängig machst. Sich auf die Leere als inneren
Zustand einzulassen, bedeutet nicht, dass Du Asket wirst und nicht haben darfst / kannst /
solltest, was Du wünscht. Es bedeutet nur, dass Du Deinen Selbstwert nicht an die Vorstellungen
hängst, die Dir Deine Konditionierung vorgibt.
Leere, erscheint vom Blickwinkel des denkenden Verstandes aus, als Mangel – leer und öde. Er
sieht seinen höhsten Wert bestenfalls darin, mal eine Pause zu machen oder sich zu begnügen und
abzufinden. Leere ist allerdings völlig anders, etwas Undenkbares. Zu finden hinter den Toren,
die man Stille oder Gegenwart nennt. Lässt man sich tiefer auf Leere, Stille, die Gegenwart ein,
ist sie sehr viel mehr als eine Pause oder ein banaler Wellness-Tipp, der den Leistungs- und
Oberflächenalltag angenehmer gestalten soll. Es ist die absolute, reichhaltige Fülle unseres
Selbsts, die Tiefendimension allen Seins. Da eröffnen sich Ebenen, die nicht “woanders” sind,
sondern dem gegenwärtigen Sein Tiefe und somit erst Sinn und Leben geben. Dann wird
offensichtlich, dass die Realität des denkenden Ichs das eigentliche “Woanders” ist. Denn in dem
Kontext einer Geschichte aus Interpretationen, Urteilen, Bewertungen und Schlussfolgerungen zu
leben, die ein Verstand für wahr hält, der nichts außerhalb des Verstandes kennt, nicht
Gegenwart kennen kann, nicht Gefühl ist, ist sehr…. irreal. Ich könnte ewig weiterschreiben, um
das Unbeschreibliche zu beschreiben, doch Worte sind Instrumente des Verstandes. Aber es macht
mir Freude und ich fühle tiefer, was ich meine. Vielleicht fühlst Du es beim Lesen ja auch….
Worte sind schön, oder?
Eine Übung:
Löse Deinen Geist immer wieder von den Dingen, Objekten, Themen, bzw. lasse Deinen
Geist sich auf die Leere beziehen, die überall zu finden ist. Leere ist nicht nur zwischen
Atomen und Himmelskörpern, auch zwischen zwei Atemzügen, zwischen zwei Worten, zwischen zwei
Gedanken, zwischen einer Frage und einer Antwort. Dehne diesen gedankenfreien Raum oder diesen
“Freiraum für Bewusstsein” in Deinem Leben aus: Wenn Du an der Kasse stehst, auf den Bus
wartest, wenn Du küsst, isst, arbeitest, tanzt, gehst, dann richte Dein Bewusstsein auf seine
eigene Quelle: Die Leere, aus der die Fülle all dessen was es gibt, entspringt.

Das SEIN Magazin schreibt im Oktober 2012:

Willst du voll werden, sei ruhig leer

Erfüllung – oder die Fülle des Lebens – nimmt so viele Gestalten an wie es Menschen gibt. Doch für viele bleibt Erfüllung ein Traum von der Zukunft, in dem wir an verschiedenen Bedingungen festhalten, unter denen sich Erfüllung einstellen sollte. Dann sind wir von ihnen abhängig, bis sich unsere Konditionen verändert haben – das kann schon mal ein Leben lang dauern – ein Irrweg.               Unsere Be-Ding-ungen beziehen sich auf Dinge im Außen. Unsere Konditionen hängen von unserer Konditionierung ab.

Erfüllung ist nicht auf der Ebene zu finden, auf der Du Dir etwas hinzufügen kannst. Hängst Du Dich an eine Fülle von Dingen / Umständen / Bedingungen, auf die Du hoffst, wirst Du ernst, dicht, eng, schwer, zwanghaft, ängstlich… Dein Bewusstsein zieht kleine Kreise, denn Du identifizierst Dich mit Gedanken, die wie in Umlaufbahnen um ihre Objekte (Themen) kreisen – „Seelische Schwerkraft“. Das Bewusstsein hat den weiten Raum hinter den Dingen vergessen.

Fülle findet sich in der Leere. Im Freiraum, in der Leere des Nichtwissens, kann sich Bewusstheit ausdehnen. Die Leere ist leicht. Sie fällt uns nur deshalb schwer, weil wir in einer Leistungs- und „Hinzufügegesellschaft“ aufgewachsen sind, die uns seit der Kindheit auf das Erreichen von Dingen und Zielen (Wissen, Geld, Erfolg, Ruhm…) konditioniert hat. So nehmen wir Leere zunächst nur als eine Situation des Mangels oder der Langeweile wahr, in der wir uns zunächst scheinbar wertlos fühlen.

Langeweile ist dabei eine Schlüsselstelle. Die meisten Menschen erfahren Langeweile nicht wirklich. Kinder quengeln, damit Eltern ihnen vorschlagen, was man doch alles machen kann, um Langeweile nicht zu fühlen. Erwachsene lenken sich ab. Aber wer verweilt fühlend in Langeweile? Wer „durchquert“ diese „Wüste“? Wenn ein Kind quängelt: „mir ist langweilig“, hörst Du dann Eltern antworten: „Langweilig, tatsächlich? Gut, und wie fühlt sich das an? Unsere Gesellschaft hat überall da, wo wir uns langweilen könnten, vorsorglich Ablenkung installiert: TV in der U-Bahn, Zeitungen im Wartezimmer, und an der Supermarktkasse kann man sich Suchtstoffe hinzufügen: Zigaretten und Alkohol für Erwachsene, Süßigkeiten für Kinder. Es ist kein Zufall, dass diese Drogen genau da platziert sind, denn Langeweile ist die Schnittstelle an, der wir zwischen „Außenreiz-Erhöhung“ oder „Innenraum- Sensibilisierung“ wählen könnten, wenn wir bewusst genug sind, um nicht automatisch den Weg des Ausweichens, der Ablenkung zu wählen. Langeweile erscheint uns öde, solange wir uns noch nicht auf sie eingelassen haben. In der Abwesenheit von unterhaltsamen Reizen, hören wir genau den „Inneren Sound“ lauter, den wir mit Außenreizen überdeckt haben. Leere füllt sich zunächst mit den noch ungehörten inneren Stimmen und Gefühlen, die gehört /gefühlt werden wollen. Es mag zunächst unangenehm erscheinen, doch das was da kommt, gehört zu Dir und es kann sich integrieren /erlösen, wenn Du es nicht mehr bekämpfst. Insofern haben wir den freien Willen, uns so lange es geht abzulenken, doch weil Du bist, wie Du bist, wirst Du Dir irgendwann begegnen. Nimm zu Dir, was in Dir erscheint, denn es wird Dich ganz werden lassen.

Erfüllung, eine liebevolle und grundsätzlich frohe Haltung Deinem Leben gegenüber, lässt sich auf der Ebene des äußeren Hinzufügens nicht erreichen oder leisten. Leer sein, meint frei sein von Bedingungen. Das Wesen der Liebe ist bedingungslos. Erreichen lassen sich nur Dinge, und das damit scheinbar verbundene Glück ist nicht von Dauer. Selbst ein begehrter Partner wird nerven, wenn Du Dein Glück von seiner /ihrer Liebe abhängig machst. Sich auf die Leere als inneren Zustand einzulassen, bedeutet nicht, dass Du Asket wirst und nicht haben darfst / kannst / solltest, was Du wünscht. Es bedeutet nur, dass Du Deinen Selbstwert nicht an die Vorstellungen hängst, die Dir Deine Konditionierung vorgibt.

Leere, erscheint vom Blickwinkel des denkenden Verstandes aus, als Mangel – leer und öde. Er sieht seinen höhsten Wert bestenfalls darin, mal eine Pause zu machen oder sich zu begnügen und abzufinden. Leere ist allerdings völlig anders, etwas Undenkbares. Zu finden hinter den Toren, die man Stille oder Gegenwart nennt. Lässt man sich tiefer auf Leere, Stille, die Gegenwart ein, ist sie sehr viel mehr als eine Pause oder ein banaler Wellness-Tipp, der den Leistungs- und Oberflächenalltag angenehmer gestalten soll. Es ist die absolute, reichhaltige Fülle unseres Selbsts, die Tiefendimension allen Seins. Da eröffnen sich Ebenen, die nicht “woanders” sind, sondern dem gegenwärtigen Sein Tiefe und somit erst Sinn und Leben geben. Dann wird offensichtlich, dass die Realität des denkenden Ichs das eigentliche “Woanders” ist. Denn in dem Kontext einer Geschichte aus Interpretationen, Urteilen, Bewertungen und Schlussfolgerungen zu leben, die ein Verstand für wahr hält, der nichts außerhalb des Verstandes kennt, nicht Gegenwart kennen kann, nicht Gefühl ist, ist sehr…. irreal. Ich könnte ewig weiterschreiben, um das Unbeschreibliche zu beschreiben, doch Worte sind Instrumente des Verstandes. Aber es macht mir Freude und ich fühle tiefer, was ich meine. Vielleicht fühlst Du es beim Lesen ja auch…. Worte sind schön, oder?

Eine Übung:

Löse Deinen Geist immer wieder von den Dingen, Objekten, Themen, bzw. lasse Deinen Geist sich auf die Leere beziehen, die überall zu finden ist. Leere ist nicht nur zwischen Atomen und Himmelskörpern, auch zwischen zwei Atemzügen, zwischen zwei Worten, zwischen zwei Gedanken, zwischen einer Frage und einer Antwort. Dehne diesen gedankenfreien Raum oder diesen “Freiraum für Bewusstsein” in Deinem Leben aus: Wenn Du an der Kasse stehst, auf den Bus wartest, wenn Du küsst, isst, arbeitest, tanzt, gehst, dann richte Dein Bewusstsein auf seine eigene Quelle: Die Leere, aus der die Fülle all dessen was es gibt, entspringt.

http://www.sein.de/archiv/2012/oktober-2012/willst-du-voll-werden-sei-leer.html

Die NRZ schreibt im Juni 2005:

„Liebe ist nicht planbar“

Interview / Psychotherapeut Stephan Bissart rät Singles, bei der Partnersuche ehrlich aufzutreten, denn es geht nicht um eine schöne Fassade.

NRZ: Warum finden viele Singles nicht den richtigen Partner?

Bissart: Viele haben Angst vor Zurückweiseung und Schmerz. Denn wenn man sich verliebt, öffnet man sich, man wird verletzlich. Manchmal stehen Menschen sich auch selbst im Weg, wenn sie sich genaue Vorgaben machen, wie ihr Wunschpartner aussehen soll, was er für ein Sternzeichen haben muss oder wie alt er sein soll. Singles scheitern oft auch bei der Partnersuche, weil sie sich selbst nicht lieben, wie sie sind.

NRZ: Was raten sie Singles?

Bissart: Sie sollten ehrlich sein und dem vertrauen, was in ihnen liegt. Wenn sie versuchen etwas Bestimmtes nicht zu tun, weil sie Angst haben, dann abgelehnt zu werden, wirken sie verkrampft. Es geht nicht um tolle Signale oder eine schöne Fassade, das wirkt hohl. In einer Beziehung fliegt das ohnehin ganz schnell auf.

NRZ: Was machen Frauen oder Männer falsch, die vier, fünf gescheiterte Partnerschaften hinter sich haben?

Bissart: Die meisten Menschen, die mehrere Beziehungen hatten, entdecken irgendwann einen roten Faden darin.Zum Beispiel gibt es Frauen, die immer an „böse“ Typen geraten, die ihnen weh tun. Irgendwann stellen sich diese Frauen die frage: Warum ist das so? Wie wirke ich eigendlich auf Männer? Diese Selbsterkenntnis, die sie in einer Therapie erlangen können, ist sehr wichtig.

NRZ: Man weiß also nur dann, welcher Partner zu einem passt, wenn man selbst weiß was für ein Mensch man ist?

Bissart: Da ist etwas Wahres dran, doch auf der anderen Seite ist das Sich-Selbst-Kennenlernen ja niemals zu Ende. Und schließlich ist die Liebe nicht planbar.

Das Magazin SEIN hat im Mai 2003 folgenden Artikel gedruckt:

BeziehungsWeise

Cupido spannt den Bogen

In den letzten 40 Jahren haben Frauen und Männer versucht, „aufeinander zuzugehen, sich nacheinander zu richten, sich anzugleichen, voneinander zu lernen, die Rollen zu tauschen oder loszuwerden, an freie Liebe zu glauben, um dann bald wieder kein Sex vor der Ehe zu wollen, Kompromisse zu finden, Bücher zu lesen, und vor allem endlos alle Unsicherheiten zu bereden und zu zerreden“. Weil das Greifen nach straffen Konzepten, Idealen und modernen Beziehungsformen in Starre und Beziehungsvermeidung führt, gibt es neuere Arbeitsweisen für Paare und Beziehungswillige, die wieder polarisieren, also die Essenz von Mann und Frau unterstützen, denn es braucht zwei solide Ufer, um eine Brücke zu bauen.

Seltsam, dass wir für den Bereich, der uns Menschen am wichtigsten ist, keine „Übe-Phase“ kreieren, in der wir Erfahrungen sammeln können, die uns die innere Sicherheit geben, die wir brauchen, um in der gespannt-spannenden Identität unserer Weiblichkeit/Männlichkeit zu verweilen, anstatt sie zu entschärfen. Strahlende, weibliche Energie und gerichtetes, männliches Bewusstsein sind zwei Pole, die sich nicht dadurch besser verstehen, dass man sie entpolarisiert oder gleichmacht. Weibliche und männliche Energie sind ein Gegensatzpaar, deren Beziehung zueinander verdirbt, wenn ein Pol den anderen unterdrückt oder wenn man seinen weiblichen/männlichen Wesenskern verlässt, um in Kompromissen zu leben.

Was so aussieht, als würde man sich arrangieren, bedeutet meist den Verlust des spannungsgeladenen männlichen oder weiblichen Pols. Bedingungslose Liebe erfreut sich am anderen und versucht nicht, ihn sich gleich zu machen.

Liebe ist blind

Was Beziehung, Liebe und Eros angeht, richten wir uns sehr nach der heutigen modernen Moral, deren Regeln („sei soundso, tue dieses oder lasse jenes…“) aus dem Bedürfnis herrühren, den unverständlichen Partner zu kontrollieren, um eine Sicherheit zu erlangen, die uns bald langweilt und Eros verdirbt. Beziehungsideale und Vorstellungen vom Glück stehen uns oft im Weg.

Ein Beispiel: Mal angenommen, man idealisiert „harmonische Beziehungen“ und glaubt eine Beziehung sei „gut“ oder „funktioniert“ nur, wenn sie harmonisch ist. Wir wollen dann Konflikte bereinigen, entspannt miteinander umgehen oder wir reden mal drüber, wollen aber bloß keinen Ärger haben. Klingt alles prima. Aber es bleiben (gut gemeinte) Konzepte, die den Umgang regeln, um die Tatsache zu umgehen, dass der Lauf der Liebe und Triebe nicht berechenbar ist, dass Anziehung und Abstoßung da erscheinen, wo sie erscheinen und nicht nur dort, wo unsere Anschauungen sie erlauben.

Es ist unvermeidlich, dass das Weibliche einen Mann anzieht

Mit Hilfe von Eheringen oder Treuegelöbnissen kann man zwar versuchen, die immer wirkende Spannung zwischen Mann und Frau in eine vereinbarte, rigide Form zu zwängen, aber mit der Liebe zur Wahrheit, von der bei der Hochzeitszeremonie noch die Rede war, hat das nichts zu tun.

Die Wahrheit ist, dass es knistert, wenn ein Mann mit einer attraktiven Frau im Fahrstuhl steht. Die Wahrheit ist, was Du in diesem Moment wirklich fühlst, was du wirklich denkst. Deine Hormone und Gefühle passen sich nicht automatisch an Konstrukte wie Ehe, Beziehung und Moral an. Die Wahrheit ist vielleicht, dass sich eine Hippi-Frau ganz unerwartet von einem Polizeibeamten angezogen fühlt, was vielleicht ihr Ego nicht erlauben und ihr Verstand nicht zugeben würde. Wie geht diese Frau damit um? Wird der Mann im Fahrstuhl die Luft anhalten, bis die Situation vorbei ist? Soll ich ins Kloster oder mich jetzt auf jede/n einlassen, der/die mich anzieht? Die Wahrheit ist weder monogam, noch polygam, sondern dass wir noch sehr scheu sind, zu unserer Wahrheit, wie auch immer sie in einem Moment erscheint, zu stehen. Harmonie kommt nicht durch das Verleugnen der Konflikte.

Das Dilemma ist nicht, dass wir auf diese Fragen keine Antwort kennen, sondern dass wir versuchen, einen Bereich zu konstruieren und zu regeln, der sich nur durch das Offenbaren unserer Wahrheit klärt. Schon immer hat das kleine Ich (das Ego) versucht den Lauf der Liebe – in geistiger oder körperlicher Form – zu lenken, regeln oder zu verbieten.

Ist es nicht lieblos, uns mehr nach Beziehungsidealen zu richten, als mit unseren Gefühlen und Impulsen umzugehen.

Fühlendes Gewahrsein und „Unvorherseibarkeit“

Wäre es nicht schön, wir könnten lernen und sogar fühlend Erfahrungen machen, dass das Ideal „harmonische Beziehung“ öde wird, weil wir eine Spannung entspannt haben, die zu unserer dualen Natur gehört. Ohne + und – Pole keine Spannung, ohne Spannung kein Strom. Vielleicht scheint es im Alltag einfacher, sich als Frau hinter Kontrolle und Reserviertheit zu verbergen oder sich als Mann harmlos zu geben. Wenn Eros nicht da lebendig sein darf, wo er nun einmal lebt, ist es kein Wunder, dass Eros auch in unseren Beziehungen nicht lebendig bleibt. Würde eine liebevolle Haltung nicht lieber lernen wollen, sich in der Spannung zu entspannen, als die Spannung zu entspannen?

SpiegelHerz

Der Kern der Arbeit in SpiegelHerz-Gruppen und Einzelsitzungen ist, sich aus fühlender Gewahrsamkeit auf sich und andere zu beziehen. Erlernte Methoden und Instrumente stehen zur Verfügung, jedoch aus Respekt vor Individualität nicht im Vordergrund der Arbeit. Wir geben Raum, in dem das energetische Anliegen der Seele hervortritt, sich verkörpern und inszenieren kann. Bewusstseinsarbeit mit dem Energiekörper, heilsame Paar- und Einzelarbeit, Humor und Kontakt sind wesendlicher Teil der Gruppenseminare, deren Verlauf sich unvorhersehbar, an dem orientiert, was ist.

Intensiv-Seminar: „Gespannt, BeziehungsWeise, in fühlender Gewahrsamkeit“

http://www.sein.de/archiv/2003/mai-2003/beziehungsweise.html

Der Focus war bei der Wiedergabe des Interviews leider etwas erfinderisch:

Der Focus schreibt im März 2002:

„Flirt-Tricks sind banal“

Stephan Bissart kennt die typischen Fehler, die Singles auf der Partnersuche begehen.

Focus: Warum klappt es bei vielen Singles nicht mit der großen Liebe?

Bissart: Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen. Manche, die schon länger erfolglos nach einem Partner suchen, setzen sich zu stark unter Druck. Dieser Zwang führt schließlich zur Verkrampfung, was jeder potentielle Interessent erkennt und was die meisten abstößt. Frauen überspielen Unsicherheit dann häufig mit ständigem Gekicher. Schüchterne oder ängstliche Männer spielen gerne den großen Zampano. Solche Menschen wirken nicht echt, sondern lächerlich und unattraktiv. Viele Singles suchen in ihrer Außenwelt etwas, was sie nur in ihrem Inneren finden können.

Focus: Wie helfen sie ihnen?

Bissart: Unsere Klienten sollen sich selbst und ihre Motive kennen lernen. Sie erfahren in unserer Beratung, welche Muster ablaufen und warum sie immer wieder in die gleichen Fallen tappen. Meist beginnen wir mit der Analyse der Körpersprache, denn viele haben keine Ahnung, wie sie wirken und welche Signale sie aussenden. Die meisten sind ziemlich überrascht, teilweise auch erschrocken, weil sie sich so nie gesehen haben, und sie haben keine Ahnung, dass man die wahre Wirkung letztlich nicht verbergen kann.

Focus: Manche Menschen verlieben sich immer wieder in den Falschen, obwohl sie wissen, dass sie nach drei Monaten an Liebeskummer leiden werden. Ist denen noch zu helfen?

Bissart: Manchmal scheinen sich wirklich die Neurosen ineinander zu verlieben. Jeder kennt diese Fälle, dass sich eine Frau zum Beispiel immer wieder in den John Wayne-Typ verliebt oder er sich in das „süße Mäuschen“. Und beide wissen aus früheren Erfahrungen, dass es nichts Dauerhaftes werden wird. Um die Aneinanderreihung solcher Irrtümer zu vermeiden, müssen diese Menschen erkennen, dass sie nicht toll für zwei oder schwach für zwei sein sollen, sondern nur sie selbst. Geht die Beziehung schief, hilft es auch nicht dem anderen die Schuld zuzuschieben. Fast alle Konflikte lassen sich auf die eigene Person zurückführen, deshalb muss man die Gründe und Ursachen für solche Standards herausfinden.

Focus: Lernen die Kunden auch garantiert wirkende Flirt-Tricks?

Bissart: Nein, das ist banal und irreführend. Wir wollen Mut machen die eigene Schönheit zu erkennen. Keine Anmache hilft, wenn die Person nicht echt wirkt. Wer eine positive Ausstrahlung hat, kann auf coole Sprüche verzichten.

Im Auftrag der Liebe

Das Team von SpiegelHerz berät in Beziehungsfragen.

Der Spiegel schreibt im April, 2001:

Partnervermittlung

Versteckte Ängste

Der Berliner Körpertherapeut Stephan Bissart, über „SpiegelHerz“, seine Beratung für Single-Frauen.

Spiegel: Herr Bissart, Sie klären Frauen über ihre Wirkung auf Männer auf, Ihre zwei Kolleginnen beraten Männer. Was sagen Sie einer Frau, die sich für nicht attraktiv hält?

Bissart: Dass Attraktivität keine Frage von Hübschheit ist, sondern ob ich mit meiner Persönlichkeit im Reinen bin. Statt am Image zu arbeiten, sollte man sein authentisches Auftreten überprüfen und Ängste besiegen. In einer Beziehung zeigt sich ja alles.

Spiegel: Auf welche Schwächen als Beziehungskiller treffen Sie?

Bissart: Hinter der Sehnsucht nach einem Mann steckt oft das kindliche Verlangen nach einer festen Bezugsperson oder auch die Angst davor, diese zu verlieren. Ist nun diese versteckte Angst die Triebfeder, kann die Beziehung nicht gedeihen, weil sie den anderen einengt. Zweisamkeit ist ja wie ein Spiegelbild der Persönlichkeit und der Austragungsort für Schwächen schlechthin.

Spiegel: Wer kommt zu Ihnen?

Bissart: Frauen Ende 30, die einige Beziehungen hinter sich haben und sich fragen, woran es liegt, dass die zu Ende gegangen sind. Oder solche, die schon lang suchen, bei denen das Gefühl der Verschmähtheit dominant ist.

Spiegel: Ist es für einen Mann nicht schwerer, Frauen zu beraten?

Bissart: Nein, die Konstellation ist sogar wirkungsvoller. Der Frau bietet sich auf diese Weise die Gelegenheit, sich von einem Mann spiegeln zu lassen. Damit sind wir im Beratungsgespräch schon eine Variante des Mann-Frau-Themas..

An dieser Stelle kann ich nicht umhin, zu erwähnen, das dies Interview mit dem Spiegel zwar stattfand, aber so wie es gedruckt wurde, zum Großteil vom Spiegel frei erfunden wurde! Bis auf die letzte Frage und die letzte Antwort ist alles stark aus dem Zusammenhang gerissen worden. -Auftreten überprüfen – Ängste besiegen – Beziehungskiller – Austragungsort für Schwächen schlechthin – Frauen Ende 30 – Partnervermittlung – Gefühl der Verschmähtheit… Diese Worte und Redewendungen sind nie gefallen. Schade Spiegel, da hätte ich auch mit der Bild-Zeitung sprechen können. -Stephan Bissart

Der TIP schreibt im April 2001:

Typ Beratung

Warum lerne ich niemanden kennen? Die Frau, die Männern bei einem Abendessen sagt, wie sie auf Frauen wirken, ist stadtbekannt. Jetzt gibt es auch ein Pendant dazu: Einen Mann, der Frauen erzählt, wie sie auf Männer wirken. Stephan Bissart, ausgebildeter Körpertherapeut, hat bereits viele Frauen beraten. Vor allem Single-Frauen sind sich nicht so sicher, wie sie auf Männer wirken und weshalb sie nicht den Richtigen finden. Bissart sagt ihnen ohne Schonung, wie er sie wahrnimmt. Das sind nicht unbedingt Komplimente, sondern heilsame Wahrheiten. Die Beratung auf einer roten Couch und bei gedämpftem Licht dauert zunächst eine Stunde und nennt sich „SpiegelHerz“. Das genügt manchen Frauen. Manchmal braucht es aber auch mehr Zeit, um die Verstrickungen der Liebe zu lösen. Dann bietet er Therapie an oder erstellt ein Horoskop – je nach Bedarf. Beratungen gibt es für Frauen und Männer beim SpiegelHerz-Team.

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Feedback über SpiegelHerz:

Bettina:

Die Texte berühren mich, erinnern mich, lassen mich inne halten, schmunzeln und grinsen…..wie gut Du die Wahrheit beschreiben kannst. Ich höre Dich beim Lesen und kann Dich spüren.

Besonders viel hat mir Dein Text über die kurze Morgenzeit gegeben, in der wir einen Moment lang unser Drama unterbrechen. Ich kann bestätigen, dass es so ist, dass da früh morgens, gleich nach dem Aufwachen ein kleiner freier Augenblick ist. Ich liebe diese Minuten am Morgen.

Kathleen:

Lieber Stephan,

das ist ja toll, ich bin tief berührt…

die Homepage hat etwas “rauschhaftes” weil ich soviel Lust verspüre, diese Arbeit zu machen… also Deine Kurse zu besuchen.

Wenn ich die Homepage betrachte und an unsere Arbeit denke, fängt es in meinem Körper an: so ein freudiges Regen, es wird wie wach…

fängt spontan an Pläne zu schmieden, auf innere “Entdeckungstour” zu gehen… sehr aufregend sehr lustig und weit… als würden sich Teile (Körperteile, Wesensteile, Gedankenteile…) die sich noch vor ein paar Sekunden einsam in einer Ecke oder jedes für sich oder bisschen zusammengekrümmt hatten, für einen Moment lustvoll zu einem inneren weiten Raum zusammenfügen…

jaaa, wenn das immer so wäre, und man so leben könnte die ganze Zeit, so arbeiten und lieben könnte!

Esther:

Lieber Stephan,

ich möchte Dir, mit 2 Tagen Abstand, nochmalz herzlichen Dank sagen für die gute Horoskop-Lesung. Habe mich sehr gesehen und unterstützt gefühlt. Und ich mag Deinen Humor!

Thilo:

Die Spiegelherz-Wochenenden in Gottsdorf gehören zu meinen schönsten Erlebnissen. Ich konnte mich dort mit Menschen umgeben, mit denen ich mich richtig wohl gefühlt habe. Die Gruppe, die Intensität, die Geduld im Umgang – ich fühlte mich geborgen und irgendwie auch verstanden. War ein völlig neues Gefühl für mich.

Kristin:

Ich bin ganz berührt. Dein Internetauftritt und Deine Texte sind wirklich gereift, wie Du über Dich und Deine Arbeit und das Sein schreibst…

Es hat mir gleich sehr gut getan, darin zu lesen. Und es freut mich für Dich; Du hast so eine Bandbreite; Wahnsinn, was Du alles anbietest.

Während meienr Sitzungen heute hatte ich Dich immer wieder bei mir und habe Dich gehört und gesehen, was Du jetzt wohl spüren und sagen und wie Du handeln würdest. Das hat mir sehr gut getan. Ich mußte immer wieder schmunzeln, weil Du einigen Situationen den “schweren Ernst” genommen hättest und das hat mich inspiriert. Die Leichtigkeit.

Bettina:

Spiegelherz- ein genialer Ausdruck für das Zum- Herzen -nehmen der Spiegelungen. Die Welt ist meine veräußerlichte Innerlichkeit. Alles, was mir passiert, was mir begegnet, mich berührt, mich tangiert, das ist in mir und zeigt sich mir durch die „Anderen“, durch die Welt und das, was mich dadurch toucht, wohltuend oder leidvoll….wie auch immer. Es gibt nichts außer mir, bzw ich bin ALLES.

Was sich immer theoretisch angefühlt und rein intellektuell verstanden wurde, kam durch diese Prozessarbeit richtig mitten ins Leben.

So begann die in jeder Hinsicht aufregende, bewegende, berührende Reise zu mir selbst mit vielen Überraschungen.

Lieber Stephan,

Du warst oft und gern mein Spiegel- lustvoll, liebevoll, unmöglich, sinnvoll und heiter.

Heute blicke ich voller Dankbarkeit auf diese wertvolle Zeit zurück, die mir viele Türen zu meiner eigenen Energie, meinen Macken, Eigenheiten, Talenten, Zurückgehaltenem, zu meiner Persönlichkeit geöffnet hat und zu der Erlaubnis: ALLES darf sein! Ich konnte (er)leben, dass wirklich alles sein darf und nicht manches „böse“ ist, wie gedacht, sondern einfach Energie, mit der ich kreativ sein und alles mögliche und unmögliche anstellen kann oder auch nicht…..Nur wer sich wirklich kennt, kann auch loslassen. Wie sollte man etwas loslassen, was man nicht kennt?

Spiegelherz- also meinen Spiegel(den Anderen), bzw das, was ich darin finde, in mein Herz zu nehmen, es anzunehmen, lieb zu gewinnen, das ist mir lieb und vertraut geworden bis heute!

Einfach aus tiefstem Herzen ein erfülltes DANKE!!!! Es macht Freude, immer weiter zu wachsen in Frieden und Liebe und Lebenslust, anstatt mich zu verlieren, zu ärgern, als Opfer der Umstände zu fühlen. Spiegelherz macht frei, schafft lebendige wirkliche Begegnungen und führt ganz natürlich mitten ins Herz.

Roberta:

Dear Stephan,

just i want to say thank you for today.
…you said you could not make something magic, but you did it. After writing about our talk and digested it, i felt different. 
I think all this that it’s happening is painful and will be long to solve… but I did a first important step, accepting. 
And loving the moment.  
I feel lighter and my heart a bit turning, feeling the love in me and
around me.. this made my heart accepting. I’m surprised and grateful.  
Thank you ***
Roberta